Fassungen

Aufgabe einer Edelsteinfassung ist es, den Stein festzuhalten und ihn zur Geltung zu bringen, auch das gewünschte Gesamtdesign spielt eine wichtige Rolle.

Da der Stein möglichst lange und sicher im Schmuckstück sitzen muss, verwendet man verschleißfestes Material.

Für den Goldschmied gibt es mannigfaltige Möglichkeiten einen Edelstein zu fassen:

Zargenfassung: Der Stein sitzt auf einer eingearbeiteten Auflage und wird von einem senkrecht stehenden Rahmen, der an, bzw. über den Stein gedrückt wird, festgehalten.

Diese Fassungsart ist äußerst zuverlässig, da der Stein rundherum von Material umgeben ist, der diesen sicher an seinem Platz hält.

Krappenfassung: Auch hier ruht der Stein auf einer Auflage, wird aber nur noch von einzelnen Füßchen gehalten. So erscheint der Stein größer, bekommt mehr Licht zum „Funkeln“, kann aber nicht so fest und sicher wie in der Zargenfassung gehalten werden. Diese Fassungsart nimmt man gerne für designorientierte Schmuckstücke, die nicht jeden Tag getragen werden, da der Stein, wie auch bei der Zargenfassung, auf dem Stück sitzt.

Eingeriebene“ Steine: Wenn der Stein keine eigene Fassung bekommt und in das vorhandene Material des Schmuckstückes eingesetzt und gefasst wird, so bezeichnet man dies als „eingerieben“. Vorteile bei dieser Fassart sind der feste Sitz des Steines und die angenehme Trageeigenschaft, da der Stein nicht vom Stück absteht und die Gefahr des Hängenbleibens praktisch ausgeschlossen ist. So wird diese Art gerne für Schmuckstücke verwendet, die täglich im Gebrauch sind, wie z.B. bei Trauringen.

Verschnittfassung: Bei dieser Fassart werden die Steine meist in das Material des Schmuckstückes gesetzt, wobei um den Steinsitz verschiedene Formen eingearbeitet werden können, wie z.B. ein Quadrat. An dessen Seiten werden dann Kügelchen aufgestochen und an den Stein gedrückt, um diesen so einen sicheren Sitz zu geben,

Mit dieser Fassmethode lassen sich wunderschöne Effekte hervorbringen